Änderung der Verordnung zu Arbeits- und Ruhezeiten


 

 

 

 

Mehr Klarheit zum Thema Arbeits- und Ruhezeiten

Die Anwendung der Arbeits- und Ruhezeiten war in der Vergangenheit oft mit Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung verbunden. Um diesbezüglich mehr Klarheit zu schaffen hat der Bundesrat am 18. September 2020 eine Anpassung der Verordnung zum Arbeitsgesetz (ArGV 1) beschlossen, welche am 01. November 2020 in Kraft getreten ist.

Es werden unter anderem die Anrechenbarkeit von Reisewegen bei Auslandsreisen, sowie die Ermittlung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit geregelt.

Was ändert sich bei Dienstreisen?

Es erfolgt eine Präzisierung der in Artikel 13. Absatz 1 definierten Regelung zum Arbeitsweg. Bisweilen galt die Regelung, dass «der Weg zu und von der Arbeit» nicht als Arbeitszeit gerechnet werden kann. Neu wird der Fokus daraufgelegt, dass die Zeit bei Dienstreisen ins Ausland für die in der Schweiz zurückgelegte Hin- und Rückreise als Arbeitszeit gilt, sofern diese die des regulären Arbeitsweges übersteigt. Da sich jedoch das Arbeitsgesetz auf das Gebiet der Schweiz beschränkt muss der Umgang mit der Reisezeit im Ausland im Arbeitsvertrag geregelt werden.

Abweichend zu den Regelungen hinsichtlich Sonn- und Feiertags-, sowie Nachtarbeit ist die Arbeitszeit, die durch Dienstreisen anfällt, nicht bewilligungspflichtig. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer jedoch genau wie bei den zuvor genannten Arbeitsleitungen die geltende Ruhezeit von 11 Stunden nach der Rückkehr gewähren. Auch die Regelungen bezüglich Lohn- und Zeitzuschlägen bleiben bestehen.

Präzisierung der Arbeitswoche

Die Verordnung regelte bislang die Dauer der Arbeitswoche ausschliesslich basierend auf Tagen. Dies hatte zur Folge, dass die Berechnung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit bei Mehrschichtbetrieben oder Firmen mit Auslandseinsätzen in anderen Zeitzonen oft individuell gehandhabt wurde. Es war konkret häufig unklar, zu welcher Woche die Arbeitszeit zwischen Sonntag und Montag zu zählen ist.

Die neue Konkretisierung in Artikel 16. Absatz 1 definiert die Arbeitswoche abschliessend von Montag um 0:00 Uhr bis Sonntag um 24.00 Uhr (23:59:59 Uhr im Abacus). Somit können die Arbeitszeiten und Leistungen nun eindeutig einer Woche zugeordnet und die Regeln und Berechnungen zur Höchstarbeitszeit eindeutig angewendet werden.

Weitere Anwendungsbereiche und Präzisierungen

Neben den erläuterten Anpassungen wurden zusätzlich folgende Themen präzisiert:

  • Medizinische Eignungsuntersuchung bei dauernder Nacharbeit
  • Gemeinsame (vereinfachte) Eignungsuntersuchung mit denen des Verkehrsrechts
  • Verteiler Negativum (Keine Zustellung der Ergebnisse an das SECO bei medizinischen Untersuchungen)
  • Aufbewahrung und Einsichtsrecht der Kontrollorgane

Was bedeutet dies für Ihre Abacus Zeiterfassung?

Die beschriebenen Konkretisierungen können (müssen aber nicht) dazu führen, dass Anpassungen bei der Berechnung der Höchstarbeitszeit vorgenommen werden müssen. Sofern die Arbeitswoche in Ihren Abacus Zeitkonten abweichend definiert wurde, muss hier eine Anpassung erfolgen.

Darüber hinaus muss geprüft werden, inwiefern die Mitarbeiter bei Dienstreisen eine Möglichkeit benötigen, die Reisezeit adhoc von Unterwegs zu erfassen. Für diese Szenarien bietet sich die Einführung der AbaClik Mobile App an, die die verschiedenen Zeitzonen im Standard unterstützt.

Wir beraten Sie gerne hinsichtlich notwendiger Anpassungen in Ihrem Abacus Zeiterfassungssystem und stehen Ihnen mit unserem Know-how aus zahlreichen Einführungsprojekten jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

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