Davos Klosters Bergbahnen AG

Davos Klosters Bergbahnen AG: Wenn Branchenverständnis den Unterschied macht

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Yanik Schürmann

Autor
Publiziert am 10.09.2026

Saisonale Schwankungen, verschiedene Gesellschaften sowie Gastronomie und Hotellerie: Die Digitalisierung eines Bergbahnunternehmens bringt besondere Anforderungen mit sich. Bei der Davos Klosters Bergbahnen AG arbeiten im Sommer rund 350, im Winter bis zu 800 Mitarbeitende. Gleichzeitig treffen Vorgaben aus OR, LGAV und AZG aufeinander. Mit Arcon setzt das Unternehmen auf einen Abacus-Partner mit Branchenerfahrung. Im Interview spricht Sereina Michel, Leiterin HR, über die Zusammenarbeit und die Erfahrungen aus dem Projekt.

Interview mit Sereina Michel, Leiterin HR

Was war Ihnen bei der Wahl eines neuen Abacus-Partners besonders wichtig?

Für uns war zentral, dass ein neuer Partner unsere Branche und ihre Besonderheiten versteht. Wir wollten nicht bei null beginnen und zuerst sämtliche Zusammenhänge erklären müssen. Unser Umfeld ist vielseitig: von den Bergbahnen über Gastronomie und Hotellerie mit starken saisonalen Schwankungen. Ebenso wichtig waren uns direkte Ansprechpersonen und kurze Wege. Wir suchten einen Partner, der unsere Anforderungen richtig aufnimmt und gemeinsam mit uns die beste Lösung findet, wenn nötig auch über den Standard hinaus.

Welche Rolle spielte die Erfahrung von Arcon in der Seilbahnbranche?

Das Branchenverständnis war für uns sehr wichtig. Unsere Strukturen sind komplex, weil verschiedene Unternehmen und Tätigkeitsbereiche zusammenspielen. Ein Partner muss diese Zusammenhänge verstehen und mit der nötigen Umsicht an ein solches Projekt herangehen. Arcon konnte Erfahrungen aus anderen Projekten in der Bergbahnbranche und in vergleichbarer Grössenordnung einbringen. Dadurch waren gewisse Fragestellungen bereits bekannt und wir konnten darauf aufbauen.

Mit OR, LGAV und AZG sowie Saison- und Jahresmitarbeitenden treffen unterschiedliche Anforderungen aufeinander. Wie sind Sie gemeinsam mit Arcon damit umgegangen?

Diese Kombination ist anspruchsvoll. Es geht nicht nur um verschiedene gesetzliche Grundlagen, sondern auch darum, dass unsere drei Gesellschaften gemeinsam betrachtet werden müssen. Zu Beginn hat sich Arcon deshalb ein umfassendes Bild unserer Ausgangslage gemacht. Wir haben unsere Abläufe, Anforderungen und Spezialfälle aufgezeigt.

Zeiterfassung und Schichtplanung waren bereits im Einsatz, die Lohnbuchhaltung kam neu hinzu. Was war bei der Integration besonders wichtig?

Die Herausforderung bestand darin, das Neue mit dem Bestehenden zu verbinden, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Zuvor arbeiteten wir mit einem separaten Zeiterfassungssystem und einem anderen Lohnprogramm. Dadurch entstanden parallele Arbeiten.
Und gerade in einem saisonalen Betrieb ist eine Unterbrechung keine Option. Die Integration musste deshalb Schritt für Schritt erfolgen und gleichzeitig direkt im Alltag funktionieren.

Wo war im Projekt besonders Pragmatismus gefragt?

Pragmatismus war während der Umstellung generell wichtig, insbesondere mit Blick auf die Hochsaison. In unserem Alltag gibt es viele Spezialfälle, die sich nicht immer mit einem Standardszenario abbilden lassen. Ein gutes Beispiel dafür sind Mitarbeitende, die gleichzeitig in unterschiedlichen Bereichen tätig sind, etwa bei den Bergbahnen und in der Gastronomie. Damit treffen unterschiedliche Anforderungen und Rahmenbedingungen aufeinander.

Was hat sich durch die direkte Übernahme der Zeiterfassungsdaten in die Lohnverarbeitung verändert?

Früher arbeiteten wir mit zwei getrennten Systemen für Zeiterfassung und Lohn. Dadurch entstand doppelte, manchmal auch manuelle Arbeit. Heute können die Daten direkt für die Lohnverarbeitung genutzt werden. Das macht den Prozess effizienter, schneller und reduziert Doppelspurigkeiten.

Was ist Ihnen aus der Zusammenarbeit mit Arcon besonders in Erinnerung geblieben?

Vor allem das partnerschaftliche Miteinander. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und konnten während des gesamten Projekts auf Augenhöhe miteinander arbeiten. Die Zusammenarbeit war angenehm, hilfreich und flexibel. Wichtig war für uns, dass Arcon unsere Situation versteht und gemeinsam mit uns nach passenden Lösungen sucht. Diese Mischung aus Branchenverständnis, Flexibilität und direktem Austausch ist mir besonders in Erinnerung geblieben.

Wir danken Sereina Michel und dem Davos Klosters Bergbahnen AG-Team für die hervorragende Zusammenarbeit und das Interview.

Umsetzung

2025

Projektinhalte

Einführung AZG-Zeiterfassung

Branche

Bergbahnen und Tourismus

Davos Klosters Bergbahnen AG

Hinter den Davos Klosters Mountains, kurz DKM, stehen die Unternehmen der Davos Klosters Bergbahnen AG, auch DKB genannt, sowie die Tochtergesellschaften Bergbahnen Rinerhorn AG und Sportbahnen Pischa AG. Die DKB besitzt als Unternehmen neben den Bergbahnen Jakobshorn und Parsenn/Gotschna zahlreiche Hotel- und Gastrobetriebe sowie mehrere Tochtergesellschaften. Diese kümmern sich in enger Zusammenarbeit mit der DKB um den täglichen Betrieb der jeweiligen Berge. Innerhalb des Gesamtunternehmens werden somit viele Synergien in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Tarifwesen, Personal und Vermarktung genutzt.

Sereina Michel

Leiterin HR
Davos Klosters Bergbahnen AG



«Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und konnten während des gesamten Projekts auf Augenhöhe miteinander arbeiten.»

Davos Klosters Bergbahnen AG
Brämabüelstrasse 11
7270 Davos Platz
Tel. +41 81 417 62 22

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